«Morgen Früh sind wir schön oder tot, - oder beides»
Gestern bin ich wieder über die Filmsoundtracks meiner Bibliothek gestolpert und habe da wieder wahre Perlen entdeckt und bechlossen hier auf drei ganz besondere Alben hinzuweisen, von drei Filmen, die ohne diese Musik wohl lange nicht so cool wären, wie sie es ohne Zweifel sind.

Der erste Soundtrack wäre also ein Klassiker, der ohne weiteres zu beinahe jeder Gelegenheit gespielt werden könnte. Die Melodien des Komponisten Loïc Dury sind von einer geradezu berauschenden Qualität, die Beats können durchaus mit jenen grosser Produzenten mithalten. Die Titelmelodie des etwas anderen Gangster-Films «Ni pour ni contre ... bien au contraire» ist schon so genial, dass es die perfekte Musik ist, mit welcher man nachts durch die Stadt ziehen, aber ebensogut ein grosses Dîner damit würdig musikalisch untermalen könnte. Böse und gemütlich zugleich, das ist eine Gratwanderung und eine Stimmung, die man erst einmal schaffen muss.
Der zweite Soundtrack ist ein wildes Potpourri. Es handelt sich hierbei um den Soundtrack von «Herr Lehmann», der Verfilmung der gleichnahmigen Erzählung von Sven Regener. Auf diesem Album sind Lieder enthalten wie «Buenos Tardes Amigo» und der «HIV-Song» von Ween, dem amüsant dunklen «Collapsing New People» von Fad Gadget (und dem Westbam-Remix davon). Der Höhepunkt der Zusammenstellung ist aber ohne Zweifel «Oder Beides» von Lexy und K.Paul. Dieser Track hat zwar einen bescheuerten Text, aber wahrscheinlich macht das gerade die Qualität dieses Lieds aus mit der groovigen Bassline. Herrlich! Es lohnt sich auf jeden Fall in das Album reinzuhören.
Schade ist nur, dass es der Track «Scorpius» von Op:l Bastards nicht auf das Album geschafft hat, obwohl er im Film eine recht prominente Stelle hat. Auch bei «Scorpius» (kann man sich bei myspace anhören) ist die Bassline hammer, wenn auch etwas treibender als bei «Oder Beides».
Der letzte Soundtrack, der hier erwähnt sei, ist der von «Magnolia», zu dem man, wenn der Film bekannt ist, eigentlich gar nichts mehr sagen müsste.
Den grössten Beitrag zu diesem Soundtrack hat Aimée Mann beigetragen, deren Lieder so herrlich deprimierend sind, dass man sich am liebsten eine warme Badewanne einlaufen lassen liesse, während man das Küchenmesser holen geht. Das Problem, welches man anschliessend aber hätte, wäre, welches Lied man denn zum Exitus hören möchte, wäre es jenes mit den Zeilen «One is the lonliest number that you'll ever do
Two can be as bad as one, it's the lonliest number since the number one» oder dann doch lieber jenes Lied, deren gleich zitierte Liedzeile eine der besten Szenen in «Magnolia» inspiriert hat («Now that we've met, would you object to never seeing each other again?»)? Das wäre wohl eine wirklich schwierige Frage.


Der erste Soundtrack wäre also ein Klassiker, der ohne weiteres zu beinahe jeder Gelegenheit gespielt werden könnte. Die Melodien des Komponisten Loïc Dury sind von einer geradezu berauschenden Qualität, die Beats können durchaus mit jenen grosser Produzenten mithalten. Die Titelmelodie des etwas anderen Gangster-Films «Ni pour ni contre ... bien au contraire» ist schon so genial, dass es die perfekte Musik ist, mit welcher man nachts durch die Stadt ziehen, aber ebensogut ein grosses Dîner damit würdig musikalisch untermalen könnte. Böse und gemütlich zugleich, das ist eine Gratwanderung und eine Stimmung, die man erst einmal schaffen muss.
Der zweite Soundtrack ist ein wildes Potpourri. Es handelt sich hierbei um den Soundtrack von «Herr Lehmann», der Verfilmung der gleichnahmigen Erzählung von Sven Regener. Auf diesem Album sind Lieder enthalten wie «Buenos Tardes Amigo» und der «HIV-Song» von Ween, dem amüsant dunklen «Collapsing New People» von Fad Gadget (und dem Westbam-Remix davon). Der Höhepunkt der Zusammenstellung ist aber ohne Zweifel «Oder Beides» von Lexy und K.Paul. Dieser Track hat zwar einen bescheuerten Text, aber wahrscheinlich macht das gerade die Qualität dieses Lieds aus mit der groovigen Bassline. Herrlich! Es lohnt sich auf jeden Fall in das Album reinzuhören.
Schade ist nur, dass es der Track «Scorpius» von Op:l Bastards nicht auf das Album geschafft hat, obwohl er im Film eine recht prominente Stelle hat. Auch bei «Scorpius» (kann man sich bei myspace anhören) ist die Bassline hammer, wenn auch etwas treibender als bei «Oder Beides».
Der letzte Soundtrack, der hier erwähnt sei, ist der von «Magnolia», zu dem man, wenn der Film bekannt ist, eigentlich gar nichts mehr sagen müsste.
Den grössten Beitrag zu diesem Soundtrack hat Aimée Mann beigetragen, deren Lieder so herrlich deprimierend sind, dass man sich am liebsten eine warme Badewanne einlaufen lassen liesse, während man das Küchenmesser holen geht. Das Problem, welches man anschliessend aber hätte, wäre, welches Lied man denn zum Exitus hören möchte, wäre es jenes mit den Zeilen «One is the lonliest number that you'll ever do
Two can be as bad as one, it's the lonliest number since the number one» oder dann doch lieber jenes Lied, deren gleich zitierte Liedzeile eine der besten Szenen in «Magnolia» inspiriert hat («Now that we've met, would you object to never seeing each other again?»)? Das wäre wohl eine wirklich schwierige Frage.

kulturindustrie - 30. Jul, 20:03