[>>]

Ist das jetzt Kunst, oder was

Count down! 3!



Wie schon das letzte Jahr, wir auch dieses Jahr rund um das shiftfestival gebloggt werden. Diesmal aber unter eigener Adresse unter dem Dach des Fesitvals selbst: blog.shiftfestival.ch. Dort folgen in Kürze erste Programmhinweise, Impressionen, kurze Berichte und ein paar Interviews...

Count down! 4!



Wie im letzten Jahr auch schon, sind in diesem Jahr sogenannte shift talks Bestandteil des shiftfestivals. Im letzten Jahr konnten die beiden Schweizer Christoph Wachter und Mathias Jud ihr Projekt Picidae vorstellen, und wie sie auf die Idee gekommen sind eine Technik zu entwickeln, wie Zensurmechanismen im Internet ausgehebelt werden können.
In diesem Jahr werden ingesamt zwei Talks weniger angeboten als im letzten, doch werden nicht weniger interessante Themen geboten. Am Samstag, 25.10.2008, etwa geht es etwa darum, wie wichtig Bücher, DVDs etc. sind um Medienkunst zu vermitteln. Wühltischware oder Werkzeug?

Count down! 5!



Nur noch fünf Tage bevor die zweite Ausgabe des shiftfestival eingeläutet wird. Das Programm ist endlich gedruckt, aber selbstverständlich auch online. Die reduzierten Eintrittspreise wurden weiter reduziert. Der Tagespass liegt dabei bei 40.- (voll), resp. 25.- Franken (reduziert). Am Eröffnungsabend ist wie letztes Jahr (und wie bereits erwähnt) freier Eintritt.

A propos verpassen: Surrealisten im Kunstmuseum Basel



Freitag Abend ist im Kunstmuseum die Vernissage von «Les yeux enchantés», einer Ausstellung über Zeichnungen und Druckgraphik des Surrealismus. Darunter auch einige Bilder aus dem Fundus, die noch nie gezeigt wurden.

Urban Remix

Stepanie Cherpin: Untiteld, mixed medium, 2008

Stephanie Cherpin macht aus Autotüren Totems. Aus den Bürsten von Autowaschanlagen macht Sie "debile Bewohner", und aus ein paar ausgedienten Bügelbrettern und Dämmmatten entsteht ein Kabutohelm in Übergrösse. Die junge Französin arbeitet häufig mit vorgefundenen Materialien und schafft so Skulpturen aus dem Zurückgelassenem und Übriggebliebenem. Wir hatten über Stepahnie berichten wollen während der Art-Woche, wo wir sie interviewen konnten. Nach langer Zeit haben wir das Interview jetzt transkribiert und übersetzt:

Was ist Ihre Inspiration um mit Skultpuren und nicht mit Bildern oder Malerei zu arbeiten?
In der Bildhauerei arbeitet man mit dem Reellen, dem Existierenden, und nicht mit Bildern. Ich habe es schon vorher mit Bildern versucht, aber sie sind mir zu flach. Die Arbeit mit Bildern ist für mich keine Option. Was mir fehlte, war eine gewisse Körperlichkeit. Das skulpturelle Arbeiten ist wie das Interagieren mit einer anderen Person. Man kann sich um sie drehen, man kann sie angreifen und attackieren. Es hat etwas von einem Kampf zwischen mir und der Skulptur, die ich schaffe. Ausserdem ist man in der Bildhauerei nicht auf ein Atelier angewiesen, vielmehr kann einem die ganze Welt als Studio dienen.

Die Dinge, die Sie verwenden machen den Eindruck, als würden sie von einer Müllkippe kommen?
Die Materialien, die ich verwende, werden in einem gewissen Masse schon wiederverwertet. Andererseits kaufe ich auch Materialien, die sich für meine Arbeiten verwenden lassen, in den Industriegebieten: im Grosshandel, oder bei grossen Unternehmen. Auf jeden Fall liegt meiner Beschaffung immer eine Fahrt, quasi eine Expedition zugrunde. Ich brauche für die Beschaffung und dem Nachspüren der Materialien praktisch gleich viel Zeit, wie für die gestalterische Arbeit im Atelier. Für mich ist es wichtig rumzukommen, mit meinem Auto rumzufahren.

Ihre aktuelle Arbeit, die ja letztlich aus nichts anderem als Autoschrott besteht, hat einen totemistischen Charakter...
Ja, da habe ich in einem Atelier gearbeitet, dass schon voller Schrott war. Das war ein Atelier eines Dachdeckers, der hat einfach alles in seinem Atelier zurückgelassen. Vor dem Atelier hatte jemand sein Auto ausgeschlachtet, und da hab ich die ausgebauten Verschalungen entdeckt und wusste: Mit denen muss ich arbeiten. Also habe ich sie gewaschen und gesäubert, und dann war es wie ein Dialog mit den Türverschalungen, ich habe sie rumgeschoben und geschaut, was lässt sich mit ihnen machen.
Aber Sie haben recht, die Arbeit hat schon stark etwas von einem Totem. Ich war einmal in Afrika und da habe ich viele rituelle Handlungen beobachten können. Man nimmt auch als Zuschauer an ihnen Teil ohne genau ihren Ablauf zu verstehen und ist damit auch ein Teil des Rituals selbst. Dies hat mich sehr geprägt.
Auch in der Art und Weise zu arbeiten und die Welt zu sehen, ist es ja nie wirklich möglich zwischen Mystischem und Reellen zu unterscheiden.

So wie das Heilige und Profane, wie dies Lévy-Strauss entwickelte?
Mir fällt tatsächlich auf, dass sich der Zweck der Materialien, die ich für meine Arbeiten verwende, oft nicht von dem unterscheidet, den dann meine Arbeiten im Alltag übernehmen. Dabei verwende ich meist Materialien, die - bevor sie in mein Atelier kommen - keiner mehr sehen will. Und wenn sie dann wieder mein Atelier verlassen, haben sie wieder eine neue kulturelle Funktion.
Das ist auch der Grund, warum ich die Bildhauerei bevorzuge. Das, was meine Arbeiten leisten, kann niemals durch ein Bild erreicht werden. Klar kann man ein Bild in meinen Skulpturen finden, aber dann würden diese auf etwas reduziert, was sie nicht sind.

A propos verpassen: Vernissage im Vitra Design Museum



Heute Abend 20 Uhr ist im Vitra Design Museum die Vernissage der Ausstellung über George Nelson.

Ebenfalls verpasst jene über Revoluzer in Liestal. Aber die 68er sind eh von gestern.

A propos verpasen: Ars Electronica



A propos Festival der Elektronischen Künste: Momentan läuft in Linz ja die Ars Electronica. Und wiedermal einmal nicht da. Aber meine Korrespondentin hat berichtet über interessante Arbeiten:
Der Fulgurator: Der Fulgurator ist ein Projektionsgerät von einem bärtigen Mittzwanziger, der mit seiner Blitz-Kamera Kombination (patent pending) die Arbeit von professionellen und Amateurfotografen stört. So geschehen etwa bei Obamas Besuch in Berlin.
Nur schade, dass das Gerät so wehrhaft aussieht. Unauffällig ist es nur bedingt.

Ebenfalls fand besondere Erwähnung der Kurzfilm «Madame Tutli Putli» (Teil 2 nicht vergessen), einem Stop-Motion Film, in welchem die Augen allerdings menschliche sind, um die Figuren menschlicher zu machen.

A propos verpassen: Vernissage im Kunstmuseum



Wer meint Stilleben sind eine traurige Angelegenheit, kann ab morgen in der Ausstellung «Die Magie der Dinge» eines besseren belehrt werden. Speziell morgen um 17 Uhr anlässlich der Vernissage, wenn der Kurator Bodo Brinkmann über Blumen-Brueghel, Spargel-Coorte und Konsorten sprechen wird. Gar viel gibt es zu auf den Bildern zu entdecken. Im Falle unseres Freundes Blumen-Brueghel sind es gar possierliche Tierchen, die Gott dem Allmächtigen Gesellschaft leisten, während dieser Adam Eva aus dem Brustkorb reisst. Einzig, das Federkleid der neckisch grinsenden Eule ist nicht ganz so exquisit in der Ausführung, wie der Rest des Bildes. Aber gut, es ist ja auch ein Bild von Jan dem Älteren, der hat vielleicht nicht mehr so gut gesehen...

Wir wissen, was aufgetischt wird.




Vom 23. bis zum 26. Oktober ist in Basel wieder das Shiftfestival auf dem Dreispitzareal. Eben wurde auf der Webseite des Festivals eine kleine Vorschau auf das Festival bekanntgegeben. Wir wissen schon ein bisschen mehr: Shift wird ein bisschen erwachsener und wachst aus dem Zelt heraus. Neu stehen für die Ausstellung, wie auch für die Partys entsprechend grosszügige Räumlichkeiten zur Verfügung.

Donnerstag, 23. Oktober, gehts abends dann auch gleich los - und zwar für lau.
Fennesz und Lillevan werden da für Musik und Visuals sorgen.
Der Freitag Abend steht dann unter dem Titel Sampling, mit von der Partie ist Vicki Bennett, resp. People like us.
Für Samstag Abend ist dann neben Philipp Jeck, Plaid und DJ Qbert eine DJ-Combo vorgesehen, die ihren Namen aus dem Peter Sellers Film «The Party» hat. Was Birdy Nam Nam so mit Plattenspielern anstellt, kann man sich natürlich auf Youtube antun.
Verstärkt wird das Line-up auch durch Schweizer Namen, wie man hier nachlesen kann.

Kunsttrend 2008: Scherben.


Aufgefallen ist beim Besuch der Kunstmessen in Basel, dass vor allem ein Material sich besonderer Beliebtheit erfreut und zwar zerbrochene Bierflaschen. Ob dies etwaige Rückschlüsse auf den Konsum des Künstlers zulässt, kann hier nicht festgestellt werden.
Ebensowenig, ob die Künstler generell etwas gegen Kinder von Kunstkäufern haben, zumal die Verletztungsgefahr recht hoch ist.

rachelowens

Doch ist es amüsant, dass zumindest drei Galerien Künstler ausgestellt haben, die grüne Glasscherben als dekoratives Moment in ihren Skulpturen verwendeten. An der Art Basel war dies ein Obelisk aus Beton, der mit Glasscherben gespickt war und einen besonders wehrhaften Eindruck machte (leider kann hier weder mit Bildmaterial noch dem Galerie- oder besser dem Künstlernamen aufgewartet werden). An der Scope war bei der jungen Jail Gallery, deren Vertretung an der Scope erst durch die Unterstützung von Organisator Alexis Hubshman möglich wurde, eine Skulptur von Landon Wiggs zu finden, die einen Titel trägt, der aus den Simpsons stammen könnte: «Not upside down and not on fire». Hier sind die Scherben auf einen zerdrückten Einkaufswagen appliziert sind. Der Galerist erklärte, dass er Wiggs eigentlich davon abbringen wollte eine «shopping-cart» Skulptur zu machen, da diese in Los Angeles von jedem zweiten Künster mit gefundenen Materialien gestopft oder beklebt werden. Doch Wiggs liess sich nicht überzeugen und antwortete dem Galeristen: «Well, there's a lot of oil on canvas too.»
Die dritte Installation, die in meinen Augen besondere Beachtung verdient, stammt von Rachel Owens und war bei der Zieher Smith Gallery an der Volta zu begutachten. So simpel die Installation des vorgehängten Maschendrahtzauns wirkt, so lebendig scheint sich der aus den Scherben nachgebildete Efeu am Gitter hochzuhangeln. Most adorable!


Pomos über alles seit dem Barock bis heute.

archiv

November 2009
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
 

suche

 

aktuell

Schund II
Grandios! Mehr Schund auf Wrong Side of the Art! Big...
kulturindustrie - 8. Nov, 17:01
Schund!
Im Internet ist nur Schund, wollt ich nur sagen. QED:...
kulturindustrie - 7. Nov, 19:54
Never kick old Buddha's...
kulturindustrie - 19. Okt, 13:49
Zombieland
An Fashion Shows wird ja öfter mal gute Musik...
kulturindustrie - 17. Okt, 09:28
Hell yeah!
ZZ Top - Legs aus dem Album Eliminator
kulturindustrie - 15. Aug, 18:33
Keep it coming...
Razorsharp Confetti in 128kBit/s: Die Mixes von...
kulturindustrie - 30. Apr, 18:10
Granate: Tulpen und Narzissen.
kulturindustrie - 29. Apr, 10:30
«Spread [...] by...
«An image viewed often enough becomes a part...
kulturindustrie - 27. Apr, 13:47

status

Online seit 1019 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 8. Nov, 17:01

respect

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this topic

twoday.net AGB