Musik für Feiertag und Sonne.


Pizzicato Five, eine Combo aus Japan, die sich bedauerlicherweise im zweiten Jahr dieses Jahrtausends aufgelöst hat, ist der Anspieltipp des Tages! Neben dem Video sei als Anspieltipp «La Depression» besonders empfohlen. Den Song findet man auf diesem Blog verlinkt.

«Morgen Früh sind wir schön oder tot, - oder beides»

Gestern bin ich wieder über die Filmsoundtracks meiner Bibliothek gestolpert und habe da wieder wahre Perlen entdeckt und bechlossen hier auf drei ganz besondere Alben hinzuweisen, von drei Filmen, die ohne diese Musik wohl lange nicht so cool wären, wie sie es ohne Zweifel sind.

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Der erste Soundtrack wäre also ein Klassiker, der ohne weiteres zu beinahe jeder Gelegenheit gespielt werden könnte. Die Melodien des Komponisten Loïc Dury sind von einer geradezu berauschenden Qualität, die Beats können durchaus mit jenen grosser Produzenten mithalten. Die Titelmelodie des etwas anderen Gangster-Films «Ni pour ni contre ... bien au contraire» ist schon so genial, dass es die perfekte Musik ist, mit welcher man nachts durch die Stadt ziehen, aber ebensogut ein grosses Dîner damit würdig musikalisch untermalen könnte. Böse und gemütlich zugleich, das ist eine Gratwanderung und eine Stimmung, die man erst einmal schaffen muss.

Der zweite Soundtrack ist ein wildes Potpourri. Es handelt sich hierbei um den Soundtrack von «Herr Lehmann», der Verfilmung der gleichnahmigen Erzählung von Sven Regener. Auf diesem Album sind Lieder enthalten wie «Buenos Tardes Amigo» und der «HIV-Song» von Ween, dem amüsant dunklen «Collapsing New People» von Fad Gadget (und dem Westbam-Remix davon). Der Höhepunkt der Zusammenstellung ist aber ohne Zweifel «Oder Beides» von Lexy und K.Paul. Dieser Track hat zwar einen bescheuerten Text, aber wahrscheinlich macht das gerade die Qualität dieses Lieds aus mit der groovigen Bassline. Herrlich! Es lohnt sich auf jeden Fall in das Album reinzuhören.
Schade ist nur, dass es der Track «Scorpius» von Op:l Bastards nicht auf das Album geschafft hat, obwohl er im Film eine recht prominente Stelle hat. Auch bei «Scorpius» (kann man sich bei myspace anhören) ist die Bassline hammer, wenn auch etwas treibender als bei «Oder Beides».

Der letzte Soundtrack, der hier erwähnt sei, ist der von «Magnolia», zu dem man, wenn der Film bekannt ist, eigentlich gar nichts mehr sagen müsste.
Den grössten Beitrag zu diesem Soundtrack hat Aimée Mann beigetragen, deren Lieder so herrlich deprimierend sind, dass man sich am liebsten eine warme Badewanne einlaufen lassen liesse, während man das Küchenmesser holen geht. Das Problem, welches man anschliessend aber hätte, wäre, welches Lied man denn zum Exitus hören möchte, wäre es jenes mit den Zeilen «One is the lonliest number that you'll ever do
Two can be as bad as one, it's the lonliest number since the number one» oder dann doch lieber jenes Lied, deren gleich zitierte Liedzeile eine der besten Szenen in «Magnolia» inspiriert hat («Now that we've met, would you object to never seeing each other again?»)? Das wäre wohl eine wirklich schwierige Frage.

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Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

A propos Farben und Farbkombinationen:



Aus der Reihe: «Wenn ich Geld hätte, würd ich da hin!» sehen Sie heute:
Das Berlin Festival vom 27. und 28. Juli 2007. Unter anderem mit Erobique, Uffie, Shitdisco (naja), Peaches und Afterpartay mit Dj Mehdi.
Morgen wird definitivstens wieder Mittwochslotto gespielt. Wer macht mit?

Ps: Wenn ich dann eh in Berlin bin, könnt ich mir da auch gleich die kaufen.

Etwas mehr Profanität, um den Tag zu erleichtern

Randall Munroe

Randall Munroe war mal bei der NASA und beim MIT, bevor er sich zu Grösserem aufschwang.

Über Geschmack kann man ja bekanntlich streiten.



Und auch unter den hier versammelten Autoren herrschen diesbezüglich unterschiedliche Auffassungen. So ist sich zwar weitgehend einig, dass «Bunt das neue Schwarz» ist, und dennoch: die Farben der Herbstkollektion von PEGLEG, einem New Yorker Label, haben dann doch nicht so gefallen. Warum eigentlich nicht, frage ich mich? Der Pulli und der Kapuzzenpulli sind doch wirklich fesch.

Den passenden Soundtrack zu dieser Kollektion findet man hier, resp. hier.

Bier, Schokolade und Zigaretten.

monacofranze

Musik ist wie Bier, Schokolade und Zigaretten. Es geht ohne, aber irgendwie gibt es Momente, in denen man ohne nicht auskommt. Es muss ja nicht immer alles zusammen und zugleich gut sein, aber manch eine Kombination kann einen schon schöne Momente erleben lassen. Etwa wie der Geruch einer Sonnencreme, die Erinnerungen an einen vergangenen Sommer weckt.
Dieses Jahr gibt es auch wieder einige Lieder, die das Potential haben, das Leben elementar aufzuwerten. Einer dieser Tracks, die das Oberste zuunterst kehren («cette orage dans l`été» und «qu'est-ce qu'elle veut, cette conasse») ist der Al Usher Remix von Camilles Song «ta douleur», den man auf dem Blog von Palmsout entdecken konnte.
Fast ebenso gut ist der Track von Justice vs. Simian mit dem wahnsinns Refrain, der einen beinahe jedesmal dazu animiert, das mit einzustimmen und es in die Welt zu brüllen: «We! You! Well, come on! BECAUSE!». Herrlich! Zum Glück gibt es auch jede Menge Remixes von diesem Track, wie etwa jenen von Dj Hell.

Das nächste Mal («September/Oktober/November/Dezember») gibts vielleicht eine ausführliche Review von Andreas Doraus letztem Album von 2005 («doch Sorgen kommen meist zurück, manchmal ein wenig später»).

Tiefenreinigung.

Es ist immer wieder eine Freude, wenn man auf sichere Werte zählen kann. Dies ist mir erst letzte Woche wieder geschehen. Da hab ich beim lokalen Aufnahmenverticker den Titel «Famous when dead» auf einer CD gesehen. Und man kann sich auch heute noch darauf verlassen, dass der Sound des fünften Teils der Reihe hart und knackig geradeaus nach vorne zieht.



Altbekannte Namen wie etwa Rework und Isolée tragen zu einem gelungenen Album bei, aber auch neue Namen wie Einzelkind. Ganz besonders gefallen hat aber der Track Namens «Plastik» von Simon Baker.

Was heisst hier Dokumentarfilm?

Eine endgültige Klärung dieser Frage ist nicht in Sicht. Wer den Spuren der Diskussion folgen will, die für unsere unterhaltsamen Abstecher mit Verweisen auf die Beliebigkeit mal wieder zu lang wäre, dem sei hier geholfen. Das endlose Archiv Youtube hat mal wieder überrascht: Tatsächlich gibt es komplett hochgeladene Klassiker aus der Geschichte des Dokumentarfilms.

Direkt verwiesen sei hier auf Les Maitres Fous von Jean Rouch aus dem Jahre 1955, der mit schäumenden schwarzen Besessenen erneut die Diskussion anregte, was denn überhaupt erlaubt sei in der Darstellung des anderen, und wie dieses von sich zu gehen habe.

Ein besserer Einstiegspunkt wäre natürlich Nanook of the North von Robert Flaherty aus dem Jahre 1922, der als erstes die Bezeichnung Dokumentarfilm in einer Filmkritik verpasst bekam.

Dass das Dokumentarische aber keineswegs von dem Fiktionalen sauber abzutrennen ist (wie Michael Moore unlängst auch merken musste), das erwies sich bereits in seiner Geburtsstunde: Flaherty liess Nanook beispielsweise mit dem Speer jagen statt mit dem von ihm inzwischen gebrauchten Gewehr, oder er liess ein Iglu nur zur Hälfte bauen um einen "Innendreh" zu ermöglichen.


Pomos über alles seit dem Barock bis heute.

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