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«I do do the things that keep me from the rest»



Ich war vor kurzem auf der Suche nach Albencovers, um meinen Albumflow in iTunes etwas aufzufrischen. Und wie der Zufall es wollte, landete ich auf einem Blog, auf welchem nicht nur Covers von Alben zu finden waren.
Ich fand da ein Album aus '96, von einem Rapper, den ich nur von einem meiner Lieblingstapes kannte. Das Tape bekam ich anno '94 - unerwartet beim Kauf eines gar nicht so freshen T-Shirts. Doch das Tape hatte es in sich. Mittlerweile ist es allerdings so totgehört, dass ich mir wünschte, es gäbe einen vernünftigen Rip.Denn die Tracklist des Tapes (Lyricist's Lounge Underground Airplay Vol. 3) ist königlich:

Mellow T
- Pins & Needles (Hammer!)
Shadows In Da Dark - Shadowboxin'
T Neck Nick & Hitman - Rock On
Twice Da Flavor - Massive Dope (Hammer!)
Trix, Galore, Menace & Gatman - Mental States (Hammer!)
UTD - Worldwide
Mad Skillz Freestyle (Stretch & Bobbito)
Hitman - Real Niggas (Hammer! «Real niggas don't die»)
Notorious BIG & Craig Mack - Let Me Get Down (Königlich. Der Track ist, wie das ganze Album instrumental eingespielt: Eine Hammer-Kontrabass-Baissline und Biggie Smalls & Craig Mack in Hochform, viel besser als die kommerziellen Releases des selben Tracks)
Cella Dwellas - Lyricist Lounge Promo (Cella Dwellas rocken eh...)
Cypha Session (Razor, Bad News Bear, Bugzy, Shatik, Jah Raw, Lord Have Mercy)

Leider ist dieses Tape nicht aufzutreiben. Gefunden habe ich allerdings Vol. 4 der Tapes und zwar hier. Die Tracklist ist von den Künstlern her offensichtlich nicht ganz so fresh, aber der Style ist ähnlich: Die Beats sind hart, das Schlagzeug in «so what you want» unerbittlich, die Sphärenklänge ein schöner Gegensatz zum West-Side G-Funk. Der Tape-Rip ist übrigens ziemlich gut.

Gerüchteweise hab ich gelesen, es gäbe der Undergrounde Airplay Tapes deren 10. Falls also irgendwo diese Tapes noch rumgammeln, würde ich mich sehr über Kopien freuen, speziell von Vol. 3...

//--

Das Jahr ist noch keine zwei Monate alt, und schon haben wir einen Anwärter auf die Topliste der besten Tracks des Jahres 2008. Noch vor dem eigentlichen Recordrelease. Nur Dank Youtube.

CTM 08



Unvorsehbar war es ja nicht, dass es mich nach Berlin verschlägt, wenn hier die Transmediale startet, zumal ich ja extra darauf hingewiesen wurde. Nun, haben wir es aber leider nicht zur transmediale geschafft (noch nicht), sondern nur zur Eröffnungsparty vom club transmediale, der unter dem Titel "unpredictable" steht. Ebenso unvorhersehbar war denn auch die schriftliche Einladung, welche wir doch noch rechtzeitig vor unserem Eintreffen im Club Maria erhalten haben.

Im Maria selbst, war erst eines ganz schlecht: Die Performance der "Künstler". Ein Haufen schlecht gekleideter "look at me, I´m an artist" Engländer haben auf einer Bühne irgendwas gemacht. Irgendwas trifft es ganz gut. Dabei haben sie sich selbst gefeiert. Und das wars.
Parallel dazu haben auf der Hauptbühne Jahcoozi und die Detroit Grand Pubahs sehr nette Konzerte gegeben. Geraucht wurde tatsächlich kaum. Deutschland ist komisch seit dem 1.1.2008. Im Publikum wurde sogar Obst gegessen. Meine Schwester meinte: "Demnächst muss man sich vor dem Club die Schuhe ausziehen".

alive



Hab viel gesehen die letzten Tage und viel gegessen. In der Zwischenzeit hat sich wieder viel getan und ich komme kaum dazu den Berg abzuarbeiten, weil ich viel zu oft auf der Replaytaste ausrutsche.

«Popp popp» goes my Glock!

Es gibt ja den Trend aus bekannten und erfolgreichen Songs noch ein bisschen mehr herauszuholen, als das, was die eh schon können. In der Disco können Remixes dann für das gewisse Etwas sorgen, wenn man bekannte Elemente eines Lieds erkennt, das man besonders mag. Es ist dann, wie ein leichtes Kitzeln, ein kühler Hauch der einem den Rücken runterrennt, eine Extraportion an Spass, die ein guter Remix bringen kann.

Nun gibt es in unserem westlichen Nachbarland Frankreich einen Musiker, der nicht nur recht erfolgreich remixt, er macht vor allem eines ganz ausgezeichnet, und das wären «Edits» von bestehenden Songs, die meist schon etwas in die Jahre gekommen sind.
Während sich Remixes gänzlich vom Original entfernen können, stellen Edits jene Form der Überarbeitung dar, bei welcher die Substanz nicht elementar angegriffen wird. Es werden - wenn überhaupt - nur Kleinigkeiten oder Effekte hinzugefügt. Die eigentliche Leistung besteht in erster Linie in akkustischer Kosmetik. So wird in erster Linie an den vorhandenen Tönen rumgeschraubt, bis der Klang und stimmt und der Song dramatisch genug ist, um sich in die Herzen der Hörer zu fressen.
Eines der wohl beeindruckendsten Beispiele für einen Edit ist «Beggin'» von Frankie Valli, für welchen sich Pilooski verantwortlich zeichnet. Mit einigen Kniffen bastelte Pilooski hier einen Hit, der über geradezu fantastische Steigerungen verfügt und mit der offensichtlich überarbeiteten Bassline ganz kräftig nach vorne zieht. Beeindruckend sind die Edits vor allem deshalb, weil sie über Qualitäten verfügen, die minimalistischer elektronischer Musik eigen ist. Der Aufbau ist fein gegliedert, die Steigerungen durchdacht und das Ensemble einfach, aber mitreissend.

Einen Eindruck von der Qualität der Edits von Pilooski kann man sich, myspace sei Dank, auf einem seiner beiden Accounts (pilooski & pilooskiedits) machen. Als besonderer Anspieltipp sei hier noch der Edit des Tracks «Euro vs Dollar» des französischen Duetts Octet empfohlen, den man ebenfalls auf myspace findet.

Wer nun von den Pilooski Edits angefixt ist, dem sei gesagt, dass der Franzose einem Kollektiv namens «d-i-r-t-y» angehört, welches auf der eigenen Webseite unter anderem auch interessante Podcasts anbietet.


Nachtrag zum Thema «Verpassen» (Pt. III)

Lesestoff zum Trinken

sophie_hunger

Da les ich gemütlich in der neusten Ausgabe des Magazins und lande bei einem Artikel Namens Sophies Welt. "Ein Tour-Besuch", wie es in der Einleitung steht, einer Tour von Emilie Jeanne-Sophie Welti Hunger, kurz Sophie Hunger. Und nach einer kurzweiligen Einführung in die Welt der Sophie fängt das trinken an. Der Text lässt einem abheben, eintauchen und nacher mit nassen Haaren vor dem Bildschirm sitzen. Unbedingt lesen. Und dazu kann man die Musik von Sophie Hunger auf ihrer Myspace-Site hören. Und das mit dem Gefühl, etwas gutes zu tun.

Schlechtes Timing.



Wer rechtzeitig plant, ist trotzdem nicht davor gewappnet, interessante Dinge zu verpassen. So ist die Reise nach Wien schon gebucht und damit wird Justice in Lausanne wohl verpasst. Kaum in Wien geht die Reise auch bald schon wieder weiter, so dass auch der nächste französische Act, diesmal Sebastian Leger verpasst wird. Ist aber eigentlich nicht so tragisch, denn der Camera Club wirkt recht prollig, obwohl er nur einen Katzensprung von daheim wär...

Einen netten Track von Sebastian Leger gibts übrigens hier.

ein ganzer Rattenschwanz

Heute habe ich zufällig wieder einmal das gar nicht so üble Album von Octet Namens «Cash and Carry Songs» gehört (von welchem ich nur noch in Erinnerung hatte, dass ich es einmal ein bisschen zu oft gehört hatte) und war erstaunt: So klingt nicht nur mein alter Favorit des Albums «Hey Bonus» sehr frisch, nein, vorallem das cinéastisch anmutende Intermezzo «Brick-O-Litzer» und der anschliessende R'n'B Track «Feels Good To Give Up» mit seinem fiesen Gesang sind eine wahre Freude (Reinhören kann man sowohl in «Hey Bonus», als auch in «Feels Good To Give Up» bei MCM).



Kurz, nach wenigen Liedern wollt ich wissen, ob die beiden Franzosen seit 2004 ein neues Album rausgebracht haben und lande daher eben bei discogs. Dort find ich zwar die (traurige) Information, dass die beiden nur ein Album rausgebracht haben, andererseits erinnert mich dort auch ihr Eintrag daran, dass das Album auf diamondtraxx rausgekommen ist, dem Label von Benjamin Diamond, welcher anno 2000 das Electropop Album «Strange Attitude» veröffentlichte, auf welchem wiederum ein Knaller wie «Rich Personality» (der Refrain!!! *klick*) zu finden ist.
Der langen Rede kurzer Sinn, ich lande auf Diamonds myspace Seite, von dort zur Seite seines Labels, von dort dann gelange ich dann auf Wegen, die nicht mehr ganz nachzuvollziehen sind bei den Seiten von Pilooski, wobei mir seine Edits sehr gut gefallen haben. Bei den Pilooskiedits find ich dann einen etwas eigenartigen Gästebucheintrag von Cosmo Vitelli (der mit «Clean» 2002 ein eher rockiges Electropopalbum veröffentlicht hat, hier ein Snippet von «alias»). Nun war der Account von Cosmo Vitelli wieder Ausgangspunkt zu weiteren Seiten (Yuksek [btw: Boysnoize waren bei meinem Streifzug durch myspace irgendwie allgegenwärtig. Vielleicht hätt ich sie ja nicht verlinken sollen, hehe], the eternals [klingen jetzt gar nicht so toll] usw.). Und dort habe ich dann das "neue" Projekt von Cosmo Vitelli entdeckt (darauf wollt ich eigentlich hinaus): Und das ganze nennt sich Bot'Ox und klingt richtig, richtig toll (Video checken nicht vergessen!).

So jetzt bin ich aber raus, wie Tom Ford bei, naja Ihr wisst schon...

Die Wochenendplanung beginnt heute

In Basel ist ja viel los dieser Tage, so viel, dass man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass das Partyvolk langsam müde wird. Gestern wurde beim Erlkönig kaum getanzt, beim Gleis 13 lief zwar lustige durchgeknallte Musik, aber auch hier war die Stimmung nicht ganz auf der Höhe. An der illegalen Musikveranstaltung war die Musik zwar top, doch als man um 2 Uhr morgens dort eine Ortbegehung vornahm, erinnerte das ganze doch eher an einen Apéro, denn an ein ausgelassenes Fest.



Wie auch immer, am kommenden Wochenende steht das Jugendkulturfestival an: Zwei Tage Live-Musik + Afterpartys, sieben Bühnen - da geht einiges.
Um die Übersicht zu wahren hier zwei Tipps für den Freitag Abend, dem ersten Abend des Festivals:
Um 20 Uhr beginnt auf dem Theaterplatz, zumindest für mich, der Marathon mit dem Konzert von Wolfsquinten, einem Jazztrio, dass mit Gitarre, Schlagzeug und Kontrabass einen groovigen Einstieg in den Abend verspricht. Die Eigenkompositionen von Wolfsquinten sind ein richtiger Geheimtipp!
Um 23 Uhr sollte man sich dann Hinter der Barfüsserkirche einfinden, denn dann gallopiert das Pferd wieder. Das Duo ist bekannt dafür so richtig einzuheizen. Auf kleinen Bühnen spielen die beiden gut und gerne zwei Stunden (bis das Equipment endgültig aussteigt, weil zuviel Bier auf die Bühne gespritzt ist, wie etwa im Gleis 13). Für die Technopogoparty vom Pferd wird festes Schuhwerk empfohlen, Flipflops oder Sandalen sind definitiv fehl am Platz, denn es muss mit Verlusten gerechnet werden.

Der Freitagabend wird also auf jeden Fall lustig, so muss nur noch das Wetter mitspielen.

Musik für Feiertag und Sonne.


Pizzicato Five, eine Combo aus Japan, die sich bedauerlicherweise im zweiten Jahr dieses Jahrtausends aufgelöst hat, ist der Anspieltipp des Tages! Neben dem Video sei als Anspieltipp «La Depression» besonders empfohlen. Den Song findet man auf diesem Blog verlinkt.


Pomos über alles seit dem Barock bis heute.

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