Justice hat einen neuen Track in vier Versionen produziert. Klingt wie gehabt. Manches besser, manches weniger.
Und in Basel ist morgen, Donnerstag am Klosterberg die Eröffnung von Mats Staubs «Meine Grosseltern», die zuvor schon in Bern und Zürich zu sehen waren.
Heute Abend, 21 Uhr, beginnen im Schlachthof an der Schlachthofstrasse 10 die Konzerte von Vialka und Lem Phago. Erstere machen vielleicht etwas verrücktere Musik, Lem Phago klingen da schon wie vernünftige Gitarrenmusik.
A propos Festival der Elektronischen Künste: Momentan läuft in Linz ja die Ars Electronica. Und wiedermal einmal nicht da. Aber meine Korrespondentin hat berichtet über interessante Arbeiten: Der Fulgurator: Der Fulgurator ist ein Projektionsgerät von einem bärtigen Mittzwanziger, der mit seiner Blitz-Kamera Kombination (patent pending) die Arbeit von professionellen und Amateurfotografen stört. So geschehen etwa bei Obamas Besuch in Berlin.
Nur schade, dass das Gerät so wehrhaft aussieht. Unauffällig ist es nur bedingt.
Ebenfalls fand besondere Erwähnung der Kurzfilm «Madame Tutli Putli» (Teil 2 nicht vergessen), einem Stop-Motion Film, in welchem die Augen allerdings menschliche sind, um die Figuren menschlicher zu machen.
Wer meint Stilleben sind eine traurige Angelegenheit, kann ab morgen in der Ausstellung «Die Magie der Dinge» eines besseren belehrt werden. Speziell morgen um 17 Uhr anlässlich der Vernissage, wenn der Kurator Bodo Brinkmann über Blumen-Brueghel, Spargel-Coorte und Konsorten sprechen wird. Gar viel gibt es zu auf den Bildern zu entdecken. Im Falle unseres Freundes Blumen-Brueghel sind es gar possierliche Tierchen, die Gott dem Allmächtigen Gesellschaft leisten, während dieser Adam Eva aus dem Brustkorb reisst. Einzig, das Federkleid der neckisch grinsenden Eule ist nicht ganz so exquisit in der Ausführung, wie der Rest des Bildes. Aber gut, es ist ja auch ein Bild von Jan dem Älteren, der hat vielleicht nicht mehr so gut gesehen...
Die Party der Hochschule für Gestaltung und Kunst findet natürlich diesen Freitag am 5.9.2008 statt. Und nicht später diesen Monat.
Der Act klingt ja auch nach einer prima Sause: Nôze. Kostenpunkt: 18.- Franken an der Abendkasse und 15.- bei Marinsel . Achja und das ganze in der E-Halle.
Vom 23. bis zum 26. Oktober ist in Basel wieder das Shiftfestival auf dem Dreispitzareal. Eben wurde auf der Webseite des Festivals eine kleine Vorschau auf das Festival bekanntgegeben. Wir wissen schon ein bisschen mehr: Shift wird ein bisschen erwachsener und wachst aus dem Zelt heraus. Neu stehen für die Ausstellung, wie auch für die Partys entsprechend grosszügige Räumlichkeiten zur Verfügung.
Donnerstag, 23. Oktober, gehts abends dann auch gleich los - und zwar für lau. Fennesz und Lillevan werden da für Musik und Visuals sorgen.
Der Freitag Abend steht dann unter dem Titel Sampling, mit von der Partie ist Vicki Bennett, resp. People like us.
Für Samstag Abend ist dann neben Philipp Jeck, Plaid und DJ Qbert eine DJ-Combo vorgesehen, die ihren Namen aus dem Peter Sellers Film «The Party» hat. Was Birdy Nam Nam so mit Plattenspielern anstellt, kann man sich natürlich auf Youtube antun.
Verstärkt wird das Line-up auch durch Schweizer Namen, wie man hier nachlesen kann.
Tawisupleba heisst die georgische Nationalhymne. «Tawisupleba» heisst auch die Dokumentation über die georgische Kunstszene von Monika Rechsteiner. Der Film, der die georgischen Künstler auf so sympathische Weise portraitiert, ist nun wohl schon zu einem historischen Dokument geworden. Konnten die portraitierten Künstler noch über ihr Schaffen, sowjetische Kunst und über die zeitgenössische Kunst in einem Georgien Auskunft geben, in welchem kitschige Nationaldenkmäler errichtet werden, die jenen aus den letzten Jahrhunderten nachgeahmt sind, so ist zu befürchten, dass die akuten Probleme, der georgischen Kunst gar nicht bekommt.
Überraschend war auf jeden Fall, dass die im Film portraitierten so ausgezeichnet Deutsch sprechen konnten. Es bleibt zu hoffen, dass sie in der jetzigen Krise etwaige Beziehungen in die deutschsprachigen Gefilde aufrecht erhalten können...
Dass Missverständnisse beim Hören von Songtexten produktiv sein können, ist schon seit einiger Zeit bekannt. Vor allem Axel Haakes "Der weisse Neger Wumbaba" dürfte vielen schon bekannt sein, finden sich dort doch einige schöne Beispiele von falsch gehörten Liedzeilen- und Texten.
Während es dort vor allem um falsch verstandene Kinder- und Volkslieder geht, finden sich in einem Beitrag aus einer RTL-Radiosendung vor allem englischsprachige Popsongs, die man auch deutsch verstehen kann. Aus den -vom Radiosender- sogenannten "Agathe Bauer" Liedern hat ein findiger Hörer gleich eine ganze Geschichte gebastelt:
(auch wenn auf Youtube, ist es nur Audio) Die einzelnen Lieder sind teilweise besser zu erkennen, wenn man die einzelnen Folgen der Agathe-Bauer-Songs separat durchhört, um auch die jeweiligen Liedtitel und Interpreten herauszufinden.
Einen Schritt weiter geht Mike Sutton, ein 25-jähriger US-Amerikaner der fremdsprachige Videos "buffalaxed": Er versieht die Videos mit Untertiteln, die er aus den fremden Sprachen heraushört. Bisher haben bald 8 Millionen Zuschauer das "crazy indian video" angeschaut.
Die Inspiration für seine "Mondegreens", wie ein Verhörer im englischen heisst, bekam Sutton durch einen Freund, der ausgerechnet die olle Kamelle "Moskau Moskau" von niemand geringerem als der Gruppe Dschingis Khan auf englisch übersetzt haben wollte, wie Wired herausgefunden hat.
Der Kreis schliesst sich mit einer geglückten Übersetzung: In den siebziger Jahren war man sich in Finnland nicht zu schade, erfolgreiche Lieder schnell mal zu übersetzen in die eigene Sprache. Wer einmal zu "Dschingis Khan" als "Tsingis Khan" in einer alten Scheune in der finnischen Wildnis getanzt hat, wird die normale Version nie mehr hören wollen.
(man beachte auch die sich aufdrängende Ähnlichkeit mit einem gewissen David H. - vielleicht ein entfernter Verwandter?)
Und wer finnische Verwandte hat, die noch solche Schätze auf dem Dachboden lagern haben, nur her damit!